…..Gute Frage

Vor kurzem fragte mich ein guter Freund: „ Was würdest du anders machen im Rückblick auf dein bisheriges Leben…“

Gute Frage oder schwierige Frage

Im Rückblick gewinnt unser gelebtes Leben erst an Sinn oder anders – Leben wird nach vorwärts gelebt, aber erst von rückwärts verstanden….

So lernen wir mit den Jahren unser Handeln bzw. Nichthandeln zu be-werten, selbst zu be-werten, nicht von anderen be-urteilen zu lassen, auch das passiert natürlich, wir geben uns unser Einverständnis für das Leben und den Werten, die sich aus diesem heraus in uns etabliert haben.

Die europäische Gesellschaft als Wertegemeinschaft betrachtet, hat viel mit Eigeninitiative, Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung , Gleichstellung von Mann und Frau im  Leben der Gemeinschaft und vor dem Gesetz, Trennung von Kirche und Staat zu tun …

Eckpfeiler, die einmal auf dem Papier, das bekanntlich geduldig ist, stehen, aber eben im Alltag überprüft werden können von uns, wenn wir nach uns wichtigen inneren Gesetzen ein „Projekt“ angehen.

Hier erfahren wir im Lauf des Lebens große Reife, Reife in der Bewusstheit, in der Sicht der Tragweite unseres Tuns und das Zurückfallen unserer Entscheidungen auf uns selbst.

Dort wo wir für uns einsehen, dass Fehler auch mit Akzeptanz solcher und dem zu tun haben, wie sehr der Glaube an uns in uns selbst verankert ist.

So gesehen brauchen wir auf vielen Ebenen eine noch viel sichtbarere Fehlerkultur, die Haltung, die Gelegenheit zu erhalten bzw. herbeizuführen , etwas beim nächsten Mal besser zu machen.

Was würde das gegenüber unserem Verhalten und  dem unserer  Mitmenschen gegenüber bedeuten….unter anderem folgendes:

  1. Nicht bloßstellen
  2. Ermutigung und Fürsorge geben
  3. Keine negativen Reaktionen zeigen
  4. Strategien und mehr Intensität der Auseinandersetzung
  5. Bedeutsamkeits-Einschätzung – wie wichtig ist etwas im Zusammenhang wirklich
  6. Fehlertoleranz einfordern
  7. Neue Wirkungsfelder zum trainieren suchen und finden

und was fällt Ihnen noch ein zum Thema, wie passe ich mein Denken, mein Tun den Umbruchssituationen im Alltag besser an?

 

Helga Schwarz